Für welche Raumgröße sind die Geräte ausgelegt?

Die Geräte vom Typ Basic und Comfort wechseln bis zu 20 m³ Raumluft pro Stunde aus. Die meisten unserer Kunden setzen das Gerät für eine Grundlüftung zum Feuchteschutz ein (Schimmelpilz-Prophylaxe). Legt man hierfür einen Luftwechsel von 0,2 h-1 lt. DIN 1946-6 zugrunde, so können Räume bis zu einem Volumen von 100 m³ belüftet werden. Bei einer üblichen Raumhöhe von 2,50 m entspricht dies max. 40 m² Wohnfläche. Wir empfehlen das maximale Raumvolumen nicht voll auszuschöpfen und die Raumwerte durch geeignete Messgeräte zu überwachen. Bei besonders großen Räumen oder hohen Emissionen können mehrere Geräte im Raum verteilt werden.

Wie hilft das Gerät gegen Schimmel und feuchte Räume?

Schimmel entsteht fast ausschließlich in feuchten Räumen. Hauptsächlich müssen hier zwei mögliche Ursachen für die Feuchtigkeit unterschieden werden: Wasser dringt durch Leckagen oder aus dem Erdreich ins Mauerwerk ein: In diesem Fall sollte unbedingt die Ursache der Feuchtigkeit ermittelt und beseitigt werden. Das Gerät kann anschließend zum Einsatz kommen, um die noch vorhandene Feuchtigkeit auszuleiten.

Lässt sich die Ursache der Feuchtigkeit nicht ermitteln oder sprengt die Beseitigung den finanziellen Rahmen, so hilft das Gerät besonders im Winter auf kostengünstige Weise die Wände zu entfeuchten. Es handelt sich um einen Raum in dem die Feuchtigkeit nicht ausreichend hinaus gelüftet wird (sehr häufig): Besonders seit Häuser saniert, die Türen und Fenster immer dichter werden, hört man reihenweise von Räumen bei denen im Winter die Wände und Fenster “schwitzen”. Nicht immer ist die Ursache so leicht zu finden wie beim Aquarium das direkt im Zimmer steht und ständig Wasser verdunstet. Am deutlichsten ist Wasser noch wenn es beim Duschen oder Kochen frei wird aber auch jeder Bewohner und jede Pflanze gibt kontinuierlich Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Luft kann je nach Temperatur unterschiedlich viel Feuchtigkeit aufnehmen (je wärmer um so mehr). Kühlt man sie ab, so muss sie ab einer gewissen Temperatur (Taupunkt) wieder Feuchtigkeit abgeben. Am Himmel erkennen wir dieses Auskondensieren der aufsteigenden und damit abkühlenden Luftmassen an der Wolkenbildung. In unseren Räumen kondensiert die Luft auch dort wo es am kühlsten ist. Meist sind dies ungedämmte Außenwände oder Fensterrahmen. Verstärkt wird der Effekt noch durch das Verhalten vieler Bewohner. So wird z.B. das Schlafzimmer nicht beheizt und es steht die Tür offen, durch die warme feuchte Luft aus anderen Räumen ungehindert eindringen kann.

In dem kühlen Raum findet unweigerlich eine Kondensation statt, wodurch sich die Feuchtigkeit anreichert. Wenn Sie übrigens versuchen die Feuchtigkeit über ein gekipptes Fenster los zu werden, so kühlen die Wände noch mehr aus und der Effekt wird verstärkt! Hier wäre regelmäßiges Stoßlüften angebracht. Bitte bedenken Sie, dass durch das regelmäßige Lüften zwar die Feuchtigkeit ausgeleitet wird, gleichzeitig aber auch jedes Mal die bezahlte Wärme der Raumluft unwiederbringlich verloren geht. Somit geht ein Großteil der durch die dichten Fenster eingesparten Heizenergie trotzdem durchs Fenster. Relativ einfache Abhilfe schafft die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Im Winter wird die ausströmende Luft im Wärmetauscher bis unter den Taupunkt abgekühlt, was sie am Austreten von jeder Menge Kondenswasser erkennen können. Das Wasser wird über das Abluftrohr nach außen abgeleitet und tropft dort von der Abtropflippe der Rohrblende ab. Bei Minusgraden und Aquarienfreunden können sich übrigens recht beeindruckende Eiszapfen bilden! Da sich im Winter die kalte Frischluft im Wärmetauscher erwärmt, wird diese schön trocken und kann neue Feuchtigkeit im Raum aufnehmen. Der Vorteil unser dezentralen Kleingeräte liegt darin, dass die Leistung individuell auf die einzelnen Räume angepasst werden kann. Im Kinderzimmer läuft das Gerät z.B. auf kleiner Stufe um bei der geringen Feuchte-Emission keine zu trockene Luft zu erhalten, während man beim Kochen in der Küche eine größere Stufe wählt. In Verbindung mit optionalen Feuchtesensoren reguliert das Gerät seine Leistung automatisch im Bereich einer behaglichen Luftfeuchtigkeit.

Kann das Gerät auch quer montiert werden?

Leider nein. Im Gerät befinden sich die vorgegebenen Wege, über die das Kondenswasser zum Abluftrohr geführt wird. Würde man das Gerät quer montieren, so würde das Kondenswasser aus dem Gerät tropfen. Die Montage ist nur senkrecht an der Wand möglich. Zur Montage an einer Dachschräge kann eine senkrechte Abkofferung vorgesetzt werden, auf die das Gerät gesetzt wird.

Wie aufwändig ist die Montage?

Besonders zur Nachrüstung bei bestehenden Gebäuden ist uns kein Gerät bekannt, bei dem die Montage einfacher wäre: Für den Betrieb des Lüftungsgerätes sind zwei vergleichsweise kleine Bohrungen (ø 65-70 mm) durch eine Außenmauer erforderlich. Je nach Mauerwerk und Erfahrung des Monteurs dauert die komplette Montage nur rund vier bis fünf Stunden und kann bei entsprechend handwerklicher Qualifikation selbst vorgenommen werden. Das Gerät selbst wird mit 4 Schrauben / Dübeln an der Wand befestigt und benötigt nur eine Steckdose in Reichweite.

Warum ist eine dichte Gebäudehülle anzustreben?

Das Lüftungsgerät arbeitet im Normalfall als geschlossenes System. Das soll heißen, dass die selbe Menge an vorgewärmter Frischluft in den Raum kommt, wie andererseits abgekühlte Luft nach Draußen geblasen wird. Gibt es nun größere Undichtigkeiten in der Gebäudehülle, so entweicht dort unabhängig von unserem Gerät ständig warme Raumluft. Da sich aber im Gebäude kein Unterdruck aufbaut, wird auch ständig kalte Luft von außen nachgesaugt. Ohne unser Gerät merkt man das (abgesehen von der Heizkostenrechnung und etwas Behaglichkeitsverlust) kaum, da sich das Einströmen auf viele kleine Ritzen verteilt. Haben Sie unser Gerät montiert, so kommt ein Teil dieser “Fremdluft” auch zum Frischluftrohr herein und es kommt zu einer Symmetrie-Verschiebung zwischen der ein- und ausströmenden Luftmenge, da ja etwas mehr kalte Luft hereinkommt (die durch die Leckagen im Gebäude verloren geht) als warme Luft ausgeblasen wird. Insofern wird der Wirkungsgrad der Wärmerückgewinnung sinken, da die Wärmemenge der geringeren Abluftmenge nicht mehr für das Mehr an kalter Frischluft reicht. In extremen Fällen, wenn die Leckage z.B. in einem oberen Stockwerk ist (Kaminwirkung), wenn gerade eine Dunstabzugshaube läuft oder ein raumluftabhängiger Ofen beheizt wird, kann der Sog so stark sein, dass dieser die Kraft der kleinen Lüftermotoren übersteigt. Bei Dunstabzugshauben ist das meist unproblematisch, da diese nur temporär betrieben werden. Ist der Sog durch die Gebäudeundichtigkeit jedoch konstant hoch, so kann es bei besonders tiefen Außentemperaturen auch leichter zu einem Verstopfen des Fortluftrohres mit Eis kommen, da die Frostschutzeinrichtung dann nicht mehr ausreicht. Sind Sie in der Planungsphase einer Sanierung, so empfehlen wir z.B. den Tausch von undichten Fenstern und Türen unserem Gerät zunächst vorzuziehen. Warten Sie aber danach mit der Nachrüstung unserer Geräte nicht zu lange, da Sie überrascht sein werden wie schnell sich danach u.U. Feuchtigkeit in den Räumen anreichert, was rasch zu Schimmelpilz-Wachstum führen kann.

Ist das Gerät auch für Feuchträume geeignet?

Ja, Feuchträume stellen sogar ein Haupteinsatzgebiet für diese Lüftungsgeräte dar. Ein Bad wird im Winter meist wohlig warm beheizt und es “tut weh” wenn man diese Wärme nach dem Duschen einfach ins Freie lüftet, nur um die überschüssige Luftfeuchtigkeit oder Gerüche auszuleiten. Eine kontrollierte Wohnungslüftung kann zwar das kurzfristige Beschlagen der Scheiben oder Spiegel beim Duschen nicht verhindern, denn dafür ist es viel zu viel Feuchtigkeit in zu kurzer Zeit, aber das Gerät wechselt anschließend kontinuierlich die Luft und reduziert auf diese Weise die Luftfeuchtigkeit wieder auf ein normales Maß. Aufgrund der Wärmerückgewinnung geschieht dies ohne das Bad nennenswert auszukühlen. Bis zu 90% der normalerweise verlorenen Wärme bleibt erhalten! Das Gerät ist unempfindlich gegenüber Luftfeuchtigkeit, darf jedoch keinem direkten Spritzwasser ausgesetzt werden.

Warum stellen feuchte Keller u.U. eine Sonderform dar?

Hier muss ganz klar zwischen bewohnten Kellern unterschieden werden, die auch beheizt werden und solchen die unbeheizt und kühl sind. Erstere können ganz normal mit unserem Gerät belüftet werden. Evtl. muss das Kondenswasser separat abgeleitet oder aufgefangen werden, sofern sich die Räume unter Erdniveau befinden und deshalb die Lüftungsrohre nach oben verzogen werden. Bei einem kühlen unbeheizten Keller ist hingegen besonders im Sommer größte Vorsicht geboten. Bitte versuchen Sie nicht im Sommer die Räume zu trocknen indem Sie das Fenster öffnen und die warme Luft herein lassen. Wie bereits im vorigen Thema erklärt, bringt diese warme Luft jede Menge Feuchtigkeit mit, welche sich sofort in Ihrer Bausubstanz anreichert. Das sind mehrere Liter Wasser! Eine Faustformel um Räume zu trocknen lautet: Viel lüften an kühlen, trockenen Tagen und wenig an heißen, feuchten Tagen. Das Problem bei der Fensterlüftung besteh nun darin, dass Sie beim Lüften an kühlen, trockenen Wintertagen den Keller noch weiter stark auskühlen. Dies lässt sich großteils vermeiden wenn zur Lüftung ein Gerät mit Wärmerückgewinnung eingesetzt wird. Im Sommer besteht der Vorteil unseres Gerätes darin, dass Sie kontrolliert lüften. Während bei der Fensterlüftung leicht auch 100 m³ Luft pro Std. (mit entsprechenden Feuchtigkeitsmengen) durch den Raum strömen können, haben Sie beim Lüftungsgerät die Möglichkeit die Luftwechselrate z.B. auf 8 m³/Std. zu begrenzen. Der eigentliche Trocknungseffekt setzt hauptsächlich in der kalten Jahreszeit ein, sobald die trockene Außenluft genutzt werden kann, ohne den Keller noch weiter stark abzukühlen. Eine automatische Erkennung, ob die Außenluft zum Trocknen geeignet ist, erlaubt der Betrieb mit den optionalen Feuchtesensoren.

Warum brauche ich bei einem Raum mit Feuerstelle die Freigabe des Schornsteinfegers?

Es handelt sich hier ganz klar um eine gesetzliche Vorgabe, um zu verhindern, dass ein raumluftabhängiger Ofen zusammen mit einem Gerät montiert wird, bei dem Luft aus dem Raum geblasen wird. Die selbe Richtlinie gilt z.B. auch für Dunstabzugshauben (nicht bei Umluftbetrieb). Wie sich jedoch in der Vergangenheit zeigte, sind sich bei unserem kleinen Gerät selbst die Schornsteinfeger untereinander uneinig. Während bereits auf das Gesetz gepocht wurde und eine Sicherheitseinrichtung (z.B. Rauchgasthermostat oder ein Druckwächter) gefordert wurde, waren andere Schornsteinfeger sogar positiv gestimmt, da sie in den beiden Mauerdurchbrüchen eine zuverlässige Luftversorgung für den Ofen sehen. Die beiden eingesetzten Lüfter-Motoren haben je eine Leistung von rund 2 Watt und die Frischluftöffnung wird beim Ausfall eines Motors nicht verschlossen.

Das Gerät braucht maximal 6 Watt. Wie soll mit so wenig Stromverbrauch ein so großer Effekt erzielt werden?

Das primäre Ziel der kontrollierten Wohnungslüftung mittels Wärmerückgewinnung liegt in der Heizkosten-Einsparung im Winter und dem Komfort ständig frischer Luft für die Bewohner. Der hierfür verwendete Gegenstrom-Wärmetauscher besteht aus feinen Lamellen an denen sowohl die warme verbrauche Luft als auch die kühle Frischluft vorbei streicht. Die verbrauchte und frische Luft haben dabei keinen Kontakt, sondern sind durch die Lamellen voneinander getrennt. Da die Lamellen sehr dünn sind, kann sich die Wärme mit einem hohen Wirkungsgrad zwischen Ab- und Frischluft übertragen. Die eingeblasene Zuluft kommt also bereits vorgewärmt in Ihre Räume und die Fortluft enthält kaum noch kostbare Energie. Strom wird lediglich benötigt um die Luft zum Strömen zu bringen. Die eingesetzten Lüfter brauchen zusammen nicht mehr als max. 6 W Strom und gewährleisten einen angenehm ruhigen Betrieb.

Ich bin Allergiker. Welche Vorteile habe ich von dem Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung?

Vorteile gibt es gleich in doppelter Hinsicht: Schimmel und Hausstaubmilben besiedeln bevorzugt schlecht belüftete Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit. Durch eine kontinuierliche Belüftung lässt sich die Luftfeuchtigkeit positiv regulieren und erschwert es den Organismen eine Lebensgrundlage zu finden. Für Pollenallergiker steht die vom Luftfilter gereinigte Luft im Vordergrund. Der einfach zugängliche Filter kann mit Filtermaterial unterschiedlicher Feinheit bestückt werden. Zu beachten sei hier lediglich, dass ein extrem feiner Filter den Luftdurchsatz verringern kann und somit das Gerät ggf. mit einer höheren Lüfterstufe betrieben werden muss. Kunden berichten uns, dass sie gute Erfolge bei Benetzung der Filtermatten mit z.B. Sonnenblumenöl erzielt haben. Die Pollen bleiben dadurch auch bereits bei gröberen Filtern an dem Öl kleben.